Mit der Festo Logistics League gehen RoboCup und Festo neue Wege in der Wettbewerbswelt der Mobilen Robotik. Im Mittelpunkt steht nicht mehr Hockey wie im Vorjahr. Die Spielumgebung holt ihre Darsteller und Aufgaben aus der industriellen Produktionswelt:
• Autonome mobile Roboter als fahrerlose Transportsysteme sorgen für die reibungslose Logistik in einem komplexen Fertigungsprozess.
• Modernste Technologien wie RFID und GPS Navigation fordern auf zur Auseinandersetzung mit innovativen Ident- und Navigationsmethoden.
• Die freie Auswahl geeigneter Programmiersysteme und -methoden ist für die Teams schon vor dem Startschuss die erste, vielleicht spielentscheidende Herausforderung.
• Letztlich geht es um die künstliche Intelligenz autonomer mobiler Roboter, die es zu entwickeln und zu nutzen gilt.
• Die Verknüpfung von industriellem Anspruch und sportlicher Motivation macht diesen Wettkampf zu einem Erlebnis-Verlust für jeden angehenden Logistiker oder Produktionstechnologen, der nicht dabei sein kann.
Die Wettkampfumgebung
Ein 6m x 6m großes Spielfeld bildet die Fabrikhalle dieses praxisnahen, industriellen Produktionswettbewerbs. Rohteillager und Warenausgang liegen an den Spielfeldseiten gegenüber. In der Fabrikhalle stehen 10 Maschinen, deren genaue Funktion den Mannschaften zu Beginn des Wettbewerbs nicht bekannt ist. Die Maschinen selbst sind nichts anderes als RFID Schreib-/Lesegeräte, die den angelieferten Bauteilen oder Baugruppen „ansehen“, in welchem Fertigungszustand sie sind, und ihnen – je nach Funktion – einen neuen Fertigungszustand auf den Chip schreiben.
Das Ziel des Spieles:
Die fahrerlosen Transportsysteme müssen versuchen, in der vorgegebenen Zeit möglichst viele Endprodukte herzustellen und zu liefern. Das Problem dabei:
1. Sie müssen die am Anfang unbekannten Funktionen der 10 Maschinen möglichst schnell herausfinden, ihre Position in der Fabrikhalle speichern und den Mitspielern, den anderen fahrerlosen Transportsystemen (FTS), mitteilen.
2. Gegnerische Saboteure blockieren die Wege zwischen Rohteillager, Maschinen und Warenausgang.
3. Last but not least: Direkt vor dem Warenausgang steht noch ein Gegner, der – wie der Torwart beim Eishockey – alles versucht, den Einschlag des Pucks im Tor und damit die Auslieferung des Endproduktes zu verhindern.
Natürlich gibt es zwei Halbzeiten, in denen die Mannschaften ihre Aufgaben tauschen.
Insgesamt eine spannende, vielseitige und anspruchsvolle Aufgabe, nicht nur für die kombinierenden und programmierenden Teams, sondern auch für die Robotinos® in ihrer Rolle als industrielles FTS. In dieser Form wird die Festo Logistics League Maßstäbe setzen für Attraktivität und Innovationskraft zukünftiger Wettbewerbe dieser Art – auf höchstem Niveau.
Festo unterstützt das teilnehmende Team bei der Beschaffung der autonomen Roboter Robotino®. Informationen dazu unter www.festo-didactic.de
Chair: Dr. Ulrich Karras (Festo)
